Biogas





Biogasanlage Bresch

Seit 2003 betreiben wir eine Biogasanlage mit einer Leistung von 500Kw el. Es ist eine Anlage, die mit nachwachsenden Rohstoffen aus eigener Produktion und Schweinegülle aus der eigenen Tierhaltung betrieben wird. Mit der Abwärme, die beim Blockheizkraftwerk (BHKW) anfällt, werden die Schweineställe beheizt und Marktfrüchte, wie z.B. Getreide, getrocknet. Es werden dadurch fossile Energieträger eingespart, und so kann der Begriff Nachhaltigkeit bewiesen werden.

Biogasanlage Pirow

Im März 2017 wurde eine sogenannte 75-kW-Kleinbiogasanlage auf reiner Gülle-Basis in Betrieb genommen. Am Standort unserer Milchviehanlage mit ca. 350 Milchkühen wird die täglich anfallende Gülle in einem Fermenter vergoren und aus dem entstehenden Rohbiogas wird durch ein kleines BHKW Strom und Wärme erzeugt. Der Gärrest (vergorene Rindergülle) gelangt danach wieder in den Kreislauf Boden-Pflanze-Tier-Boden. Der Gärrest ist durch den Prozess der Vergärung, als deren Nebeneffekt, noch besser pflanzenverfügbar und verursacht geringere Emissionen. Wir denken, dass hier auch wieder von einer Nachhaltigkeit gesprochen werden kann.

Biogasanlage Wolfshagen (Prignitz)

Im Jahr 2013 beteiligten wir uns an der Biogas Wolfshagen GmbH. Die Biogas Wolfshagen GmbH betreibt in Wolfshagen, Gemeinde Groß Pankow, eine Biogasanlage zur Einspeisung von Bioerdgas in das Erdgasnetz. Zur Versorgung der Anlage mit der notwendigen Prozesswärme wird ein BHKW mit einer elektrischen Leistung von 600kW betrieben. Die Biogasanlage hat ein Produktionsvolumen von 700 Nm³/h respektive 67.000 MWh(Hs) Bioerdgas sowie ca. 5.100 MWh elektrischen Strom. Es handelt sich um ein landwirtschaftlich, genossenschaftliches Gesellschafterkonstrukt in Form einer GmbH. Die notwendigen Inputmengen werden zu 100% über die beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe langfristig bereitgestellt.

Die Anlage wird ausschließlich mit nachwachsenden Rohstoffen gefüttert. Hierbei wird auf einen ausgewogenen Mix von Mais, Getreideganzpflanze und Zuckerrübe gesetzt. Die Biogas Wolfshagen setzt auf ein dezentrales Ver- und Entsorgungskonzept. So verfügen alle liefernden Betriebe über entsprechenden Silos und Gärrestlager. Mit dem LKW der Biogasanlage wird ein Voll-Voll-Konzept realisiert. Über die Vergärung nachwachsender Rohstoffe werden im Wolfshagen 1.700 Nm3/h Rohbiogas erzeugt. Hiervon werden 300 Nm3/h direkt in dem angeschlossenen BHKW verarbeitet. Dieses erzeugt neben Strom, die für die Fermentation benötigte Prozesswärme. Das BHKW hat eine Nennleistung von 600 kW (el.). Bei 8.500 Volllaststd./a entspricht dies ca. 5,1 Mio. kWh produziertem Strom, welcher in das Stromnetz eingespeist wird. Durch den erzeugten Strom können über 600 Haushalte mit elektrischer Energie versorgt werden.

Die verbleibenden 1.400 Nm3/h Rohbiogas werden per Biogasaufbereitung zu 700 Nm3/h (ca. 6 Mio. Nm3/a) Bioerdgas aufbereitet und in das Erdgasnetz der Ontras AG eingespeist. Dies entspricht mit einer Gesamtleistung von ca. 67 Mio. kWh (Hs) /a dem Gasbedarf von ca. 2.000 Einfamilienhäusern. Das Bioerdgas wird im Gasnetz gespeichert und bedarfsgerecht in BHKWs der Stadtwerken Heidelberg, Köln und Düsseldorf verwertet. Die Speicherbarkeit von Erdgas macht es möglich, den Nutzungsgrad des Einsatzes des produzierten Biogases auf ca. 85% zu heben. Die entstehenden Gärreste werden als Düngemittel auf den Äckern der zuliefernden Landwirte ausgebracht und stellen somit kein abfalltechnisches Problem dar, sondern Leisten einen weiteren Beitrag zum biologischen Kreislauf.